Agiles Service Design mit der Blockchain

Blockchain

Bei der Umsetzung einer Blockchain-Lösung für den Bereich der automobilen Logistik zeigt ETECTURE, wie der agile Service Design Ansatz, gerade in hoch-innovativen Themengebieten wie der Blockchain, eingesetzt werden kann, um schnell und zielsicher neue Ideen zu erproben und zum Erfolg zu führen.

 

Das Thema Blockchain, so wird aktuel prophezeit, wird das Internet, den Handel, die Welt nachhaltig verändern. Wie genau dies von statten gehen wird, ist derzeit noch nicht für jeden klar zu erkennen. Nachdem die ersten Wellen des Hypes um Kryptowährungen wie Bitcoin langsam verebben und auch die nächste Stufe der „Initial Coin Offerings“ (ICO) neben vielen erfolgreichen Launches bereits einige dubiose Blüten hervorgebracht hat, ist die Konsolidierung des Markts auch schon zu erkennen. Die Suche nach praktikablen und Mehrwert schaffenden Einsatz-Szenarien und Geschäftsmodellen, abseits digitaler Währungen, gerät immer stärker in den Fokus der Aufmerksamkeit.

 

Der Gartner Hype Cycle prognostiziert: „Blockchain-Lösungen werden sich in den nächsten 5-10 Jahren zu einer festen Größe entwickeln“. Laut Gartner gehören die sich dahinter verbergenden Technologien nicht erst seit diesem Jahr zu den heißesten Trend-Themen. Im Hinblick darauf ist die Zeit also reif, unsere Kunden und Partner für die innovativen Möglichkeiten der Blockchain zu sensibilisieren.

 

In einem Pilotprojekt für einen Kunden aus dem Bereich der Automobil-Logistik hat ETECTURE eine Blockchain-Lösung zur Absicherung von Frachtbriefen entworfen und in die bestehenden Prozesse eingebunden. Im Projekt wurde ganz besonderes Augenmerk darauf gelegt, die Konzeption und Umsetzung schrittweise und sehr konsequent wertschöpfungsgetrieben (value-driven) durchzuführen. Dabei stand die im Unternehmen und in unseren Projekten gelebte agile Arbeitsweise im Fokus.

 

Das agile Vorgehen gehört seit Jahren zum Erfolgsrezept von ETECTURE. Damit und auch durch unseren „Thinkg Big, start small, scale fast“-Ansatz sind wir in der Lage, schnell Geschwindigkeit auf die Straße zu bringen – also schnell echte Werte zu schaffen. Unserem Motto folgend „We create benefit, not scope“, schaffen wir schnell nutzbare Ergebnisse. Dazu bedienen wir uns Paradigmen, wie den „Minimal Viable Services“ (MVS), dem Rapid Prototyping und nutzen Methoden aus dem Product und Design Thinking.

 

Wie nun lässt sich ein agiles Projektvorgehen mit Blockchain-Technologien ideal verbinden?

 

Aller Anfang ist schwer? Nein, dieser ist einfach! Der Aufwand eine Blockchain aufzusetzen und zu betreiben ist generell recht überschaubar – ob mit den zur Verfügung stehenden Open-Source Frameworks oder den lizenzpflichtigen Service-Angeboten. Auch erste kleine SmartContracts, mit denen Daten geprüft und auf der Blockchain abgelegt werden können, sind schnell geschrieben. Eine solche Implementierung bietet zwar bei Weitem noch nicht den Grad an Funktionalität, der von modernen Applikationen erwartet wird. Und auch die Alleinstellungsmerkmale von Blockchains werden hinsichtlich Konsensfindung und Automatisierung nur wenig ausgereizt. Dennoch, aus der agilen Sicht wird durch das fälschungssichere Ablegen von Daten bereits ein nicht zu unterschätzendes Ziel erreicht und somit Wert geschaffen. Den schon früh ist erkenn- und messbar (!) ob das bestehende Geschäftsmodell um die Blockchain-Komponente erfolgversprechend erweitert werden kann.

 

Der nächste Schritt sieht vor, das Netzwerk zu vergrößern. Weitere Knoten sind anzubinden, und jeder neue Endpunkt muss in der Lage sein, Daten in die Blockchain zu schreiben. Durch diese Skalierung wachsen auch die Einsatzmöglichkeiten der Blockchain. Zum Einen vergrößert sich die Funktionstiefe der angebotenen Services sukzessive. Zum Anderen kann der Funktionsumfang, der auf der Blockchain laufenden SmartContracts, organisch (oder vielmehr agil) mitwachsen.

 

Eine weitere Herausforderung in der Entwicklung der Anwendung ist die Notwendigkeit häufiger Anpassungen und Erweiterungen der zugrundeliegenden Datenstrukturen. Auch diese vergleichsweise grundlegenden Anpassungen am Inhalt der Blockchain kann problemlos agil vorangetrieben werden, da eine Blockchain an sich wertagnostisch ist und so auch einer gleichzeitigen Unterstützung verschiedener Arten der Datenhaltung nichts entgegen spricht. Hier helfen uns insbesondere Ansätze aus dem Domain Driven Design, die den Fokus sehr konsequent auf die fachlichen Herausforderungen richtet und uns technische Lösungen somit fachlich zielgerichtet entwickeln lässt.Für einen späteren Zeitpunkt steht zudem der Wechsel von einer privat geführten, zugangsbeschränkten Blockchain hin zu einer öffentlich zugänglichen Blockchain auf der Agenda. Auch die hierzu notwenigen Anpassungen im Abbau von Restriktionen lassen sich agil einplanen und umsetzen. Denn ein solcher Wechsel von einem limitierten Ökosystem zu einer öffentlichen Plattform innerhalb des Blockchain-Frameworks erfordert keine aufwendigen Eingriffe.

 

Als Fazit lässt sich somit festhalten: Eine agile Arbeitsweise ist für Innovationsprojekte, in denen Blockchain-Technologien zum Einsatz kommen, nicht nur möglich, sondern ausgesprochen hilfreich. Insbesondere in Verbindung mit Service Design Ansätzen werden Möglichkeiten geschaffen, sich ohne größere Investitionen und Vorlaufzeiten, in einer Art und Weise mit innovativen Themen zu beschäftigen, dass ein ROI bereits in einer frühen Phase des Projekts erreicht werden kann.